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Blogwerk spendet für zerstörtes Waisenhaus in Tibet

Erdbeben? Klar: Haiti! Ja… Aber nicht nur! Auch bei Naturkatastrophen scheint es einen «Long Tail» der Aufmerksamkeit zu geben: Die «vorn» erhalten alles (nach dem Beben in Haiti prasselten Dutzende von Spendenaufrufen pro Tag auf uns ein, bei einem haben wir selbst mitgemacht), die «hinten» bekommen sehr wenig.

Nicht annähernd so viel und intensiv wie über Haiti wurde über das Beben vom 13. April im autonomen tibetischen Bezirk Yushu berichtet. Dabei hat auch Tibet jede Hilfe nötig nach dieser Katastrophe, die der United States Geological Survey als «verheerend» einstuft. Wegen Chinas Informationspolitik gibt es wenig Bilder aus dem Katastrophengebiet, und wenig Bilder bedeuten wenig Spenden.

Grundsätzlich teilen wir zwar die Meinung von Felix Salmon, der kürzlich bei Reuters unter dem provokanten Titel «Don’t give money to Haiti» über Spenden nach Katastrophen gebloggt hat. Er findet zweckgebundene Spenden nicht hilfreich, da bei «medienwirksamen» Katastrophen meist zuviel Geld hereinströmt; Hilfswerke brauchen vielmehr die Freiheit, Spendengelder dort einzusetzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Andererseits finden wir, man kann auch Ausnahmen machen und doch zweckgebunden spenden: und zwar genau dort, wo zu wenig Aufmerksamkeit vorhanden ist.

Wir haben durch persönliche Berichte aus erster Hand von unserem Zürcher Blogwerk-Umfeld von einem Projekt erfahren, das uns sehr unterstützenswert erscheint: Das internationale Hilfswerk ROKPA führt in dem betroffenen Gebiet in Tibet ein Heim für Waisenkinder. Das Gebäude wurde durch das Beben fast vollständig zerstört, rund 200 Kinder und Mitarbeiter stehen auf der Strasse. Nähere Informationen über das Projekt gibt es bei ROKPA Schweiz; einige Bilder von der jetzigen Situation im Folgenden; mehr bei ROKPA Deutschland.




mehr Fotos bei ROKPA Deutschland

Man begreift unmittelbar die Macht – und die Notwendigkeit – von Bildern: Erst nachdem man die erschütternden Fotos angeschaut hat, kann man sich vorstellen, was es heisst, wenn über 200 Waisenkinder buchstäblich auf der Strasse stehen.

Blogwerk hat heute einen Betrag für den Wiederaufbau dieses Waisenhauses gespendet. Aufgrund der persönlichen Beziehungen sind wir sicher, dass unser Beitrag über ROKPA mit minimalem Overhead ankommt, wo er ankommen soll. Wir werden der Organisation zudem anbieten, als Pro-bono-Leistung demnächst ihre Website und ihre Social-Media-Auftritte etwas aufzufrischen.

Wir legen unseren Lesern ans Herz, sich auch mit ROKPA und dem Waisenhaus-Projekt in Yushu zu beschäftigen. Eine Spende wäre natürlich sehr schön. Vielen Dank für das Interesse.

Spenden sind möglich auf das Schweizer PC-Konto 80-19029-5 oder via PayPal:





 

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