smgzh4: SWISS und «Codex»

Auf dem vierten Social Media Gipfel sprachen Christian Lüdi von SWISS über die Social-Media-Aktivitäten der Airline und Mathias Kienholz von Swisscom über das E-Reader-Projekt «Codex».

Dieses Mal hatte es keine 30 Minuten gedauert, bis alle Plätze für den Social Media Gipfel ausgebucht waren, man kann wohl behaupten: Der Anlass ist etabliert. Zunächst berichtete Christian Lüdi, was die SWISS im Social-Media-Bereich tut und insbesondere, was das Onlinemarketing-Team in den Tagen der Vulkanaschen-Krise getan hat. Die Social-Media-Kanäle erwiesen sich als ideale Kommunikationskanäle, viele Kunden informierten sich via Twitter und Facebook. Die Tatsache, dass die Krise nicht hausgemacht war, erleichterte die Krisenkommunikation natürlich beträchtlich. Eine ideale Situation für den ersten Härtetest: Es gilt, ständig wechselnde und unsichere Informationen zu bewerten und zu filtern und zugleich aufgeregte Kunden zu beruhigen, ohne dass dem Unternehmen selbst die Probleme angerechnet werden. Eine ideale Situation auch, Servicequalität zu beweisen. Es scheint, als habe die SWISS das recht gut gemacht.

Den zweiten Vortrag hielt Mathias Kienholz, der bei der Swisscom Leiter des E-Reader-Projekts «Codex» ist. Swisscom, Edipresse, NZZ, Ringier, Tamedia und die Orell-Füssli-Buchhandlung haben sich hier zusammengetan, um einen eigenen E-Reader zu entwickeln. Der Preis des Geräts stand noch nicht fest, aber bei der Kalkulation der Preise für die angebotenen Medien selbst ist den Verantwortlichen klar, dass der Käufer einen Nachlass gegenüber den gedruckten Varianten erwartet. «Codex» soll kein völlig geschlossenes System bleiben, sondern auch weitere Anwendungen erlauben. Die Gipfel-Besucher blieben trotz allem skeptisch: Wozu die Energie, wenn es doch bereits unzählige E-Reader und vor allem das iPad gibt, das sogar dem erfolgreichen Kindle das Wasser abzugraben droht?

Mathias Kienholz konnte diese Bedenken nicht ganz zerstreuen. Die Erfahrungen, die die Verlage mit diesem Projekt – technisch und konzeptionell – machen, dürfte aber in jedem Fall hilfreich sein, wenn es darum geht, sich mit weiteren Projekten in der digitalen Welt zu behaupten. Hier die Videomitschnitte des Codex-Vortrags (alle Videos gibt es bei YouTube):

Gipfel und Kaffee im NZZ-Bistro wurden diesmal gespendet von PARX Business Solutions on Demand. Herzlichen Dank! Wir freuen uns auf den nächsten Social Media Gipfel am 2. September.

Weitere Berichte über den smgzh4:

Michael Schmid hat die Veranstaltung fotografisch dokumentiert, die Bilder finden sich in seinem Flickr-Set.

 

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2 Kommentare

  1. Ugugu sagt:

    interessiert hätte mich jetzt tatsächlich auch noch die fragerunde: gab es ansätze diesen versuchsballon über die schweiz hinaus zu lancieren?

  2. Peter Hogenkamp sagt:

    Nicht, dass ich wüsste.

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