Wie nutzt man Social Media, um Kunden zu gewinnen und Umsatz zu machen? Flavio Rump von DeinDeal und Malte Polzin von DayDeal erläuterten ihre Ansätze am Social Media Gipfel vom 6. April 2011.
Schnell und genau: Facebook-Kampagnen
DeinDeal setzt auf Facebook-Werbung. Für Flavio Rump überzeugt dieser Ansatz wegen der einmaligen Reichweite, den Targeting-Möglichkeiten und den tiefen Kosten. Ausserdem sind Facebook-Kampagnen schnell zu realisieren: Mit den richtigen Werkzeugen sei eine Kampagne in 15 Minuten aufgesetzt.
A/B-Testing unerlässlich
15’000 Fans zählen die verschiedenen Facebook-Seiten von DeinDeal, rund 16% des Traffics gelangen via das soziale Netzwerk zu DeinDeal. Das gelänge aber nur, argumentierte Rump, wenn man Kampagnen sehr sorgfältig plane. Genaues A/B-Testing von Anzeigen sei unverzichtbar; mit dem von DeinDeal eingesetzten Tool Alchemy Social ist das offenbar mit wenig Aufwand möglich. Bild- oder Textvarianten können für verschiedenen Zielgruppen optimiert werden.
Passgenau zugeschnitten
Rump gab den Zuhörern konkrete Tipps mit auf den Weg: Anzeigetitel mit Fragezeichen funktionieren in Facebook-Anzeigen besser. Die Anzeigenkampagnen von DeinDeal werden sehr genau auf die Zielgruppen zugeschnitten. Jede Anzeige gibt es in sechs Varianten: Für drei Altersgruppen und getrennt nach Männern und Frauen. Ausserdem, so Rump, sei Konsistenz wichtig: Wird in der Anzeige das gleiche Bild wie auf der Landing Page verwendet, steige die Conversion Rate.
Schnäppchenjagd als Marketinginstrument
Mit Facebook lassen sich also definitiv Neukunden gewinnen und Umsatz machen, so die Konklusion von Flavio Rump. Davon ist auch Malte Polzin, der zweite Referent von heute morgen, überzeugt. Allerdings verfolgt Polzin mit DayDeal eine etwas andere Zielsetzung: DayDeal ist auch ein Instrument, um neue Kunden für brack.ch zu gewinnen – ein klassischer Online-Händler, dessen CEO Malte Polzin ist.
Mit Kunden reden
Für Polzin steht der Dialog im Vordergrund. Social Media würden einen ganz anderen Zugang zum Kunden erlauben. Auch wenn der durch Social Media generierte Umsatz schwer messbar sei, seien Facebook, Twitter & Co. nicht blosse Anhängsel. Sie erlauben es einem Unternehmen, sich mit Kunden zu unterhalten und das Gespräch unter den Kunden zu fördern.
Die Leute zu sich einladen
Im Gegensatz zu DeinDeal will Polzin den Dialog auf der eigenen Plattform stattfinden lassen – die Leute sollen auf seiner Homepage diskutieren. Social Media-Kanäle stellen für DayDeal eigentliche Touchpoints dar: Punkte im sozialen Web, an denen man Leute trifft und sie zu sich nach Hause einlädt. Für DayDeal sind Facebook, Twitter, Youtube, aber auch Plattformen wie atizo oder der tägliche Newsletter solche Berührungspunkte.
Verkaufen via Social Media funktioniert
Die beiden Beispiele von heute morgen haben gezeigt: Social Media können dazu genutzt werden, den Umsatz zu steigern und neue Kunden zu gewinnen. Dafür muss aber einiges an Planung und Arbeit investiert werden – sonst bleiben die neuen Möglichkeiten ungenutzt. Ein durchdachtes Konzept, die Verknüpfung verschiedener Instrumente und Kanäle sowie eine intelligente Umsetzung sind Schlüsselfaktoren.
Vielen Dank an namics, den Sponsor des 8. Social Media Gipfels.
Update: Hier gibts weitere Informationen zum heutigen Social Media Gipfel:
- Präsentation auf Slideshare
- Foto-Eindrücke von Michael Schmid auf Flickr
- Bericht im bernetblog
- Tweets via #smgzh




Hallo Thomas. Danke für diesen Beitrag.
Kurzer Hinweis: Im Titel steht “MeinDeal” aber es müsste “DeinDeal” heissen ;-)
Oh, danke für den Hinweis. Thomas und ich haben das beide total überlesen. In dem Sinne: MeinFehler.
Ich bin auch der Meinung, dass diese sogenannte “Group Buy” Deal Websites mit Social Media ihren Umsatz stark erhöhen können. Aber ich finde auch dass man muss sich nicht nur auf Social Media konzentrieren. Internet is eine grosse Bestie, und es gibt sogar viel mehrere Chancen, neue Kunden zu gewinnen, zum Beispiel via SEO, Media Buys, Partnerschaften, usw. und so fort. Ich hab dein Artikel interessant gefunden. Fruendliche Grüsse
@Deindeal:
Und ich finde, dass Google Translastions nicht immer genug gut übersetzt. Aber der Backlink sitzt wenigstens, das ist ja die Hauptsache?