Google Analytics Alternative

News aus dem Social Web: Best of netzwertig.com

Aktuelle News aus dem Social Web, zusammengetragen von netzwertig.com-Redakteur Martin Weigert: heute zur Anpassungs- und Veränderungsfähigkeit von Facebook, zur Expansion von LinkedIn im deutschen Sprachraum und zu einer Idee, die das gestörte Verhältnis zwischen kostenlosen, aber werbefinanzierten Internetdiensten und Datenschützern entspannen könnte.

Facebook setzt auf stetige Veränderung und Anpassung als Erfolgsrezept
Schon oft hat Facebook Veränderungen an seiner Plattform vorgenommen, die nicht allen Nutzern zusagten, und deren Sinn für Beobachter nicht sofort ersichtlich war. Doch genau dies sorgte bisher auch dafür, dass das gereifte Internetunternehmen stets in Bewegung war und nicht Gefahr lief, einzurosten.

Zwei aktuelle Neuerungen sind typische Beispiel für den stetigen Trieb des sozialen Netzwerks, sich zu verändern: Zum einen animieren neue Kontrollmechanismen Nutzer dazu, bei jedem Status Update und zu veröffentlichenden Inhalt neu zu bestimmen, mit wem sie dies teilen möchten. Dies ist eine Abkehr von Facebooks bisherigem Bestreben, Usern eine derartige “Denkarbeit” abzunehmen und sie stattdessen pauschal zum öffentlichen Publizieren zu bewegen.

Während Facebook mit diesem Schritt dem öffentlichen Druck bezüglich besserer Möglichkeiten zur Kontrolle der Nutzerprivatsphäre nachgibt, kommt eine zweite Massnahme weniger erwartet: Rund ein Jahr nach dem Launch von Facebook Places wickelt der Dienst seine Check-In-Funktion ab. Stattdessen kann zukünftig bei jedem Status-Update eine Standortangabe hinzugefügt werden.

» Facebooks grosse Stärke: Die stetige Veränderung, 24. August 2011

LinkedIn will mit Münchner Büro den deutschsprachigen Markt erobern
In der Schweiz hat das Geschäftsnetzwerk LinkedIn den deutschen Konkurrenten Xing mittlerweile überholt, was die Anzahl der eindeutigen Besucher pro Monat betrifft. In Deutschland und Österreich fiel es dem Dienst mit mehr als 100 Millionen registrierten Mitgliedern weltweit bisher jedoch schwer, sich gegen den lokalen Wettbewerber durchzusetzen. Dort dominiert nach wie vor Xing den Markt – obwohl LinkedIn bereits Anfang Februar 2009 eine deutschsprachige Version lanciert hatte.

Mit Unterstützung einer deutschen Niederlassung will LinkedIn nun jedoch den gesamten deutschsprachigen Markt einnehmen. Ein sechsköpfiges Team arbeitet fortan in München daran, LinkedIn im DACH-Raum als führendes Business Network zu etablieren. Die Ausgangslage dafür ist nicht schlecht – denn Networker mit Kontakten ausserhalb des deutschen Sprachraums kommen schon heute um LinkedIn nicht mehr herum. Früher oder später dürfte dies Xing auch in Deutschland und Österreich zum Verhängnis werden.

» Geschäftsnetzwerke: Wieso LinkedIn deutscher Marktführer wird, 26. August 2011

Wenn Nutzer die Wahl hätten, ob sie mit Geld oder Daten für Internetdienste zahlen
Im Social Web werden die meisten führenden Onlinedienste kostenfrei angeboten. Statt über Nutzungsgebühren finanzieren sie sich hauptsächlich durch Werbung. Anders als bei klassischen Medienkanälen wie Radio oder TV lässt sich die Auslieferung von Anzeigen im Web an einzelne Konsumenten genau steuern und an die individuellen Interessen und Präferenzen einzelner Nutzer anpassen. Der Onlinedienst weiss, was der User mag, und versucht, die gezeigte Werbung entsprechend abzustimmen.

Das führt dazu, dass Internetfirmen so viele Daten wie möglich erheben, um die Wirkungskraft ihrer Werbemittel zu steigern. Nutzern und Aktivisten, die auf Datenschutz wert legen, stösst dies bitter auf. Lösungsvorschläge klingen meist nur in der Theorie gut, lassen sich in der Praxis aber kaum umsetzen. Doch ein Ansatz verdient einen genaueren Blick: Wenn sich Social Networks und andere Services dazu verpflichten würden, neben einer werbefinanzierten auch eine kostenpflichtige anzubieten, die so wenig Daten wie möglich sammelt, könnte dies zumindest zu einer Entspannung des seit langem schwelenden Konflikts führen.

» Zahlen mit Geld oder Daten: Wenn Nutzer die Wahl hätten, 31. August 2011

Zweiwöchentlich werfen wir hier einen Blick auf relevante Neuigkeiten und Ereignisse aus der Welt des Social Webs, über die Martin Weigert bei netzwertig.com berichtet. netzwertig.com ist eines der fünf Blogwerk-Themenblogs und hat seinen Schwerpunkt auf Nachrichten und Trends der Internetwirtschaft.

 

In dieser Serie

netzwertig

News aus dem Social Web: Best of netzwertig.com

13.02.2012 – Aktuelle News aus dem Social Web, zusammengetragen von netzwertig.com-Redakteur Martin Weigert: zum problematischen Adressbuchabgleich mobiler Apps, zum drohenden Bedeutungsverlust des offenen Internets und zu 1000 werdenden Facebook-Millionären. » weiterlesen

netzwertig

News aus dem Social Web: Best of netzwertig.com

30.01.2012 – Aktuelle News aus dem Social Web, zusammengetragen von netzwertig.com-Redakteur Martin Weigert: zu Twitters Versuch, unterschiedlichen nationalen Gesetzgebungen Rechnung zu tragen, zum neuen Social-Media-Liebling Pinterest und zu innovativen Startups aus Berlin. » weiterlesen

Best of netzwertig

News aus dem Social Web: Best of netzwertig.com

17.01.2012 – Aktuelle News aus dem Social Web, zusammengetragen von netzwertig.com-Redakteur Martin Weigert: heute zu Googles umstrittener Verschmelzung von Suchmaschine und Google+, zum intimen Social Network Path und zum Internet der Dinge. » weiterlesen

Ein Kommentar

  1. Benny sagt:

    Facebook muss sich verändern um nicht von einigen Staaten gesperrt zu werden. Das ist kein innovatives Weiterentwickeln sondern ein strategischer Rückzug hin zu vernünftiger Firmenpolitik. FB kann von Glück reden, dass die Nutzer noch nicht abgewandert sind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder

 
Google Analytics Alternative