Google+ zeigt neue Seiten

Google+ hat heute ein Feature freigeschaltet, das viele Nutzer schon von Beginn weg erwartet hatten: Die Seiten. Damit können wir uns jetzt «mit allen Dingen vernetzen, die uns wichtig sind», wie es Google ausdrückt. Das heisst vor allem: Jetzt stürmen Unternehmen das Google-Facebook. Wir zeigen in diesem Blogbeitrag, wie man Google+ Seiten einrichtet und was der mögliche Nutzen ist.

In den wenigen Monaten seiner Existenz ist über Google+ wohl alles geschrieben worden: Hoch in den Himmel hat man es gehoben, andere haben es bereits totgeschrieben, wir von Blogwerk waren milde optimistisch, was die Zukunft der Google-Spätgeburt angeht.

Abgesehen von den vielen, grundsätzlich durchdachten Funktionen wie den Circles, Hangouts und der tollen Benutzbarkeit, zeichnete sich Google+ in seiner Anfangsphase vor allem durch eines aus: Es waren nur Menschen darauf präsent – für Unternehmen gab es keine Möglichkeit, sich auf dem sozialen Netzwerk zu zeigen.

Jetzt sind die «Google+ Pages» da, und die erste Herausforderung ist: Wie schreibt man das auf Deutsch? Darf man ein «+» koppeln? Google+-Seiten? Google schreibt «Google+ Seiten». Wir halten es wie Google und koppeln nicht.

Google+ Seiten anlegen
Jeder Google+ Nutzer kann ganz einfach eine Seite erstellen. Im Stream gibt’s ein kleines Icon (siehe Bild oben links). Direkt zur Seitenerstellung geht’s hier: Google+ Seite erstellen.

Danach gibt’s einige wenige Informationen auszufüllen, und das war’s auch schon.

Und was jetzt?
Google+ Seiten funktionieren ganz ähnlich wie Facebook-Seiten oder Twitter-Konten: Jemand entscheidet sich, Ihre Neuigkeiten zu abonnieren und ordnet sie einem seiner «Circles» zu. Danach erhält er auf seiner Google+ Startseite eine Benachrichtigung, wenn Sie etwas über Ihre Google+ Seite verbreiten. Sie können zudem die Nutzer, die Sie «gecirclet» haben, wieder in Circles einteilen und Ihre Follower so gezielt ansprechen, sogar privat – eine Funktion, die auf Facebook-Seiten bis jetzt nicht möglich ist.

Neben den Beiträgen als zentrale Funktion gibt’s auch noch einen (von den Profilen her noch nicht umbenannten) Reiter «Über mich» sowie Fotos und Videos.

Im Moment nicht verfügbar sind «Vanity-URLs», also sprechende, frei wählbare und unveränderliche URLs, wie etwa bei Facebook: http://facebook.com/blogwerk. Die Adresse der Google+ Seite von Blogwerk heisst im Moment noch: https://plus.google.com/115342705573055304938. Da gibt es noch Verbesserungspotenzial (bei Google, nicht bei uns).

Auch Anwendungen für Seiten sind im Moment noch nicht verfügbar; ebensowenig eine API für das Posten über Drittanwendungen (unser Philip meint, dahinter stecke Kalkül, nicht Unterlassung). Auch kann jede Seite im Moment erst einen Administrator haben.

Was bringen Google+ Seiten?
Grundsätzlich gilt für Google+, was auch für andere Social Media gilt: Die Präsenz alleine macht noch keinen Sommer. Wie bei Facebook oder Twitter auch liegt der Fokus auf der einzelnen Neuigkeit, die man an die Leute verschickt, die dafür ihr Einverständnis gegeben haben. Google+ nennt diese Leute, wie Twitter auch, Follower. Google+ Seiten sehen zwar eher aus wie Facebook-Seiten, funktionieren aber von der Nutzeransprache eher wie Twitter.

Ein cleverer Schachzug von Google ist «Direct Connect»: Sucht man im Google Suchfeld mit einem «+» nach einem Unternehmen, wird einem in den Suchvorschlägen direkt die jeweilige Google+ Seite vorgeschlagen – sofern diese vorhanden und richtig indexiert ist.

Was machen wir bei Blogwerk damit?
Einerseits ist es natürlich zu früh, um den möglichen Nutzen von Google+ Seiten beurteilen zu können. Andererseits sind wir bei Blogwerk immer etwas vorsichtig mit allgemeinen Empfehlungen. Wir werden nie sagen: Ohne Google+ Seite ist Ihr Unternehmen in einem halben Jahr tot. Sicher aber bleiben wir am Ball. Darum haben wir seit heute auch eine eigenen Google+ Seite.

Aber wir warten auch gespannt auf eine Schnittstelle zu Google+, damit wir diese in unser Social Media Kit integrieren können. Damit kann dann Google+ wie Facebook oder Twitter direkt aus dem Website-CMS bedient werden – eine weitere Zeitersparnis für einen weiteren Kanal.

 

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die gute Zusammenfassung. Bin gespannt wie die Resonanz ist und wie populär das Ganze dann wirklich wird.

  2. Rita Späni sagt:

    Auch von mir besten Dank für diese Übersicht! Ich bin noch in der “Einarbeitungsphase” mit Google+ … mal schauen, wie sich das entwickelt

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