12. Social Media Gipfel: KMU und ihre «Family»

KMU können sich keine aufwändigen Social-Media-Abteilungen leisten. Trotzdem ist es für sie essentiell, dass sie ihre Communities hegen und pflegen. Am 12. Social Media Gipfel vom 1. Februar haben Zweiradpioniere verraten, wie sie’s machen.

VeloPlus und Thömus mit dem E-Bike «Stromer» sind zwei profilierte Anbieter im Schweizer Zweiradmarkt. Beide sind schon länger in den Social Media aktiv. Oliver Lutz, Social Media Verantwortlicher des  Zubehörhändlers VeloPlus und René Walker, Leiter Kommunikation und PR von Thömus sind beide überzeugt, dass die Präsenz in den Social Media ein unersetzliches Instrument für die Kundenbindung ist. 

Konsumenten mit Bike, Meinungen und Facebook-Profil

Velofahren, Outdoor-Sport und Alternativen zum Auto: Was in der Schweiz schon immer eine breite Zielgruppe angesprochen hat, trifft in den Zeiten des nachhaltigen Lifestyles den Nerv einer grossen Konsumentengruppe, die Ansprüche stellt und mitdenkt. Und auch über die Social Media abgeholt werden will.

VeloPlus und Thömus operieren beide mit Profilen auf verschiedenen Social Media Plattformen sowie einem Newsletter bzw. einem eigenen Forum. Ihre Kunden, die René Walker liebevoll «Family» nennt, machen gern mit – sofern sie dazu animiert werden.  Facebook, Twitter, Youtube und in einem Fall Picasa stehen weit oben auf der Beliebtheitsskala, während andere Plattformen wie Google+ und Foursquare (noch) nicht intensiv genutzt werden.

Oliver Lutz erzählt über die Social Media-Strategien von VeloPlus

 

Das Teilen von Abenteuern stärkt die Gemeinschaft

Velo Plus etwa unterstützt regelmässig Individualreisende, die dafür Videos auf Facebook verlinken und über ihre Erlebnisse bloggen. Wenn ein neues Produkt entwickelt wird – wie etwa ein neuer Veloreiniger – werden Mitglieder der Community zu Testern. Und kommunizieren ihr Urteil auf der Facebook-Seite von Velo Plus. Sowohl hier als auch bei Kundenanlässen, die online dokumentiert werden, wird gekonnt ein crossmedialer Effekt erzielt.

Thömus nutzt für seine Marken den Kult, der sich in den letzten 30 Jahren um den Gründer Thomas Binggeli entwickelt hat. Selbstredend wird da auch das Facebook-Profil von «Thömu» eingesetzt. Und warum nicht die Tatsache betonen, dass Leonardo DiCaprio und seine Freundin mit Stromer-Bikes in New York herumkurven? Wer online den Hype verfolgt, kann ja auch gleich online kaufen: 50% der E-Bikes werden immerhin über den Online-Konfigurator von Stromer bestellt.

René Walker über die Social Media bei Thömus Veloshop und Stromer

 

Ein roter Faden durch alle Abteilungen

Das Engagement in den Social Media ist als Massnahme für die Kundenbindung enorm wichtig. Die Fans tauschen auf den Facebook-Seiten und auf dem Forum Erfahrungen aus, lassen sich beraten, kommentieren Videos, die von anderen Usern oder von den Admins hochgeladen wurden. Unnötig zu erwähnen, dass ständige Betreuung der Community das A und O ist.

Ressourcen für diese zeitintensiven Aktivitäten sind bei beiden KMU nicht im Überfluss vorhanden. Auch die Integration der Social Media-Aktivitäten in die Struktur des Unternehmens und in die Köpfe aller Mitarbeiter ist noch im Aufbau. Bei Thömus zieht sich laut René Walker das Social Media-Engagement wie ein roter Faden durch alle Abteilungen, was zugleich Nachteil und Vorteil sein kann. Eins ist klar: Für KMU lohnt es sich, in der Welt der Social Media kräftig in die Pedale zu treten.

Social Media Gipfel Februar 2012: KMU Learnings Veloplus und Stromer / Thömus Mehr Präsentationen vom Social Media Gipfel

 

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Ein Kommentar

  1. Juerg Wyss sagt:

    Ich denke, dass KMU unbediungt auf den Medien präsent sein müssen. Allerdings sehe ich zu viele, die die falschen Prioritäten setzen. Zu viel Gewicht wird am Anfang auf Neukundenaquise gesetzt und vergessen, dass die KMU zunächst mal ihre bestehenden Kunden und persönlichen Freunde einbinden sollten.

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