Je klarer umrissen der Kunde, desto robuster das Projekt

Interhome – ein Riese im Web. Wer alle E-Shops von Interhome relaunchen will, müsste sämtliche Kunden rund um den Globus kennen. Wie geht das? Marc Isler, E-Channel Manager, hat an der ONE Experience erzählt.

Über eine halbe Million Reservationen pro Jahr, 17 E-Shops in den verschiedensten Sprachen, über 30 Sales- und Marketing-Mitarbeiter in diversen Ländern – das sind die Dimensionen von Interhome AG, dem Ferienhausvermittler. Man kann sich die hohe Zahl an Bedürfnissen von Kunden, aber auch von Mitarbeitern vorstellen, die daraus hervorgeht.

Auf seinen E-Shops arbeitet Interhome mit einer Guided Navigation und über 300 Attributen von Ferienwohnungen, nach denen die Kunden suchen können. Diese E-Shops sollen nun überarbeitet werden.

Wie gleist man ein solch gigantisches Projekt am besten auf? Und erst noch mit einem sehr kleinen Entwickler-Team? Nachdem Marc Islers Team die Auftritte der Konkurrenz analysiert hatte, setzte es sich ein ehrgeiziges Ziel: In acht Wochen vier Methoden so adaptieren, dass schlagkräftige Tools entstehen, die sich für das Projekt einsetzen lassen. Was man dabei immer im Auge behalten wollte, war das Prinzip: «Der Kunde zuerst».

Vier Methoden schlagkräftig einsetzen in acht Wochen

  1. Wer sind unsere Key User: Die Kunden der weltweiten Interhome-E-Shops und das Verhalten der Kunden wurden genau durchleuchtet. Aus den Ergebnissen entwickelte das Team vier klar umrissene «Personas», also typische User mit ausgeprägten Verhaltensmustern.
  2. Aussagekräftige User Stories: Ein dickes Anforderungs-Handbuch führt wohl kaum innert nützlicher Frist zum Ziel, sagte sich Marc Isler. Also mussten User Stories her, damit sich die Entwickler ein konkretes Bild davon machen konnten, welche Bedürfnisse die Nutzer denn haben.
  3. Immer früh mit Usern testen: Bevor irgendetwas umgesetzt wird, immer Paper Prototyping einsetzen! Auch A/B-Tests, beispielsweise mit optimizely.com, nennt Marc Isler als gutes Mittel. Die grösste Herausforderung ist für ihn dabei, genau zu wissen, was man eigentlich testen will.
  4. Das Taskboard als Dreh- und Angelpunkt: Die Prioritäten werden auf einem grossen Whiteboard visualisiert. Hier ist immer genau ersichtlich, welches Team-Mitglied an welcher User Story arbeitet.

Auf diese Weise, so Marc Islers Konklusion, ist es gelungen, in acht Wochen Transparenz im Projekt zu schaffen. Die gewählte Vorgehensweise ist auch für die interne Akzeptanz und für den Wissensaustausch mit anderen Abteilungen wichtig. Und bei alldem hat man das Ziel nicht aus den Augen verloren: «Der Kunde zuerst».

Marc Islers Präsentation an der ONE Experience:

 

 

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Bild: Nina Fargahi

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