«Ein Blog passt nicht zu uns, weil…»

Die Gründe, warum man eigentlich gern ein Corporate Blog hätte, aber dennoch darauf verzichten «muss», sind vielfältig. Aber oft nicht ganz stichhaltig.

«So ein Blog wäre was Grossartiges, aber ich glaube, für uns ist es einfach nicht das Richtige!» Diesen Stossseufzer höre ich öfters von (Kommunikations-)Verantwortlichen bei Unternehmen oder Organisationen. «Ein Blog passt halt nicht zu uns», doppeln sie dann nach.

Dabei gibt es inzwischen immer mehr überzeugende, höchst verschiedenartige Corporate Blogs – meine Kollegin Karin Friedli hat neulich ein paar Beispiele vorgestellt. Sie kam zum Schluss, dass ganz unterschiedliche Blogs gut und erfolgreich sein können, wenn ein erkennbares Konzept dahintersteckt, dieser rote Faden auch für den Leser sichtbar ist und die Inhalte relevant und authentisch sind. Nicht ganz einfach, aber keineswegs utopisch.

Dass es immer mehr Blogs gibt, die auf ihre individuelle Art erfolgreich sind, dürfte auch den oben zitierten Verantwortlichen nicht entgangen sein. Manchmal habe ich den Eindruck, dass hinter den Begründungen, die sie aufführen, ganz andere Gründe stecken. Oder aber sie basieren auf Befürchtungen, die sich bei näherer Betrachtung als haltlos erweisen. Eine Analyse der 6 häufigsten Ausreden. » mehr

Wie viel Zeit kostet ein Blog?

Wer denkt, ein Blog sei ein Projekt, unterliegt einem gewaltigen Irrtum. Das Projekt ist bloss die Konzeptions- und Startphase. Danach aber beginnt die Betriebsphase. Die erfordert kontinuierliche Arbeit, und das nicht zu knapp. Unser Rechenbeispiel zeigt’s: 15 Stunden pro Woche. 52 Wochen im Jahr.

Immer mehr Unternehmen, Institutionen und Organisationen kommen zum Schluss, dass ein Blog für sie unerlässlich ist: Um den Kunden, potentiellen Kunden und einer breiteren Öffentlichkeit zu demonstrieren, dass man der Experte ist. Um Akzente zu setzen und sich in der aktuellen fachlichen Diskussion vorn zu positionieren. Um den Austausch mit allen Anspruchsgruppen zu pflegen und auf Feedback schnell und direkt reagieren zu können.

Diese Erkenntnis steht am Anfang. Wenn es nun dem Blog-Enthusiasten im Unternehmen gelungen ist, die interne Akzeptanz zu erreichen – auch dies Stoff für ein eigenes ausführliches Blogpost – und man sich einig ist, worüber man bloggen und welche Ziele man erreichen will, dann setzt man sich von neuem hin und überlegt sich: Was kostet denn so ein Blog? » mehr

Facebook-Posts vom roten Teppich, Tweets über die Schlammsituation

Wie nutzen eigentlich Kulturveranstalter die Social Media, und welches sind ihre Erkenntnisse aus den letzten Jahren? Darum ging’s beim heutigen Social Media Gipfel in Zürich. Die Bühne gehörte zwei sehr gegensätzlichen Akteuren: Opernhaus und Gurtenfestival.

Im kulturellen Umfeld steckt eine Fülle von Geschichten – und Geschichten sind das ideale Futter für die Social Media. Darauf weist Christan Holst, Referent für Marketing und Social Media beim Opernhaus Zürich, gleich zu Beginn hin. Durch Social Media bietet sich dem Opernhaus die Gelegenheit, die Schwelle zur «Hochkultur» zu senken und ein breiteres Publikum zu erreichen. Ganz im Sinne des neuen Direktors Andreas Homoki also, der auf Öffnung setzt. » mehr

Content Marketing: Diese Blogposts teilt man gerne

Ohne den Einsatz von Social Media ist Content Marketing nicht mehr denkbar. Denn ein informatives, süffig geschriebenes Blog nützt wenig, wenn die Inhalte die Leserschaft nicht erreichen. Doch welcher Content wird eigentlich gern geteilt? Beobachtungen aus der Praxis.

(Bild: Ed Yourdon, CC BY-SA 2.0)Immer wieder überraschen mich einzelne Blogposts: Was ich für ein Mauerblümchen gehalten hätte, stösst auf reges Interesse und wird grosszügig geteilt. Wenn ich überzeugt war, dass ein Blogpost sich wie ein Lauffeuer verbreiten würde, ist man mit dem Teilen sehr zurückhaltend. Aber es gibt schon gewisse Regelmässigkeiten: Eigenschaften, die Content in der Mehrheit der Fälle attraktiv und «sharable» (klingt auch hübsch: «teilenswert») machen, vor allem wenn mehrere dieser Eigenschaften kombiniert werden.

Anleitungen: Der Mensch liebt Gebrauchsanweisungen, sofern sie verständlich geschrieben sind und über das Offensichtliche hinausgehen. Was tue ich, damit sich das abends Gelernte im Schlaf besser in meinem Kopf festsetzt? Wie backe ich Schritt für Schritt die perfekte Tarte Tatin? Welches sind die 10 Schritte zum Personal Kanban? Was tun, damit ich nie mehr…. etc. etc. Anleitungen, die zu Aha-Erlebnissen führen, werden auch gern geteilt.

Visualisierungen und Downloads: Gerade Anleitungen unterstützt man am besten durch selbst aufgenommene Bilder. Oder durch Screencast-Videos. Oder aber man liefert gleich ein Download mit, etwa ein Blatt fürs tägliche Zeitmanagement oder eine Vorlage für den Redaktionsplan. Die zusätzliche Mühe, die sich der Autor für solche Illustrationen und Vorlagen macht, wird erkannt und meist auch honoriert. » mehr

Wie misst man den Erfolg eines Social-Media-Engagements? Zwei gegensätzliche Modelle.

Hier frisch-fröhliche Improvisation und direkter Vergleich mit der Umsatzkurve – da systematische, vorwiegend qualitative Erfolgskontrolle: So grundverschieden präsentieren sich die bibliophile Kaffeebar «Wartsaal» und Postfinance. Am heutigen 17. Social Media Gipfel in Bern hat sich gezeigt, dass beide Ansätze funktionieren.

Wenn es um den Auftritt in den Social Media geht, hat Monika Akeret klare Vorstellungen, was PostFinance erreichen will: Mit ehrlicher Kommunikation auf Augenhöhe soll in erster Linie das Image des Unternehmens gestärkt werden. Darum ist das dreiköpfige Social-Media-Team im Bereich Öffentlichkeitsarbeit angesiedelt – und dort offenbar auch gut integriert. Als Leiterin Social Media und Onlineredaktion ist Monika für die Auftritte von Postfinance auf Facebook, Twitter, XING und Youtube verantwortlich. » mehr