Social-Media-Dienste verschaffen Nutzern einen Gewinn von jährlich 170 Milliarden Euro

Jacques Bughin und James Manyika gehen drüben bei McKinsey einer interessanten Frage nach: Was ist der Profit, den wir alle aus kostenlosen Webservices und Social-Media-Plattformen ziehen? Ihre Antwort: Netto 170 Milliarden Euro pro Jahr.

Dafür haben sie in einer Studie mit Umfragen und Analysen versucht festzustellen, wie viel wir für die Dienste von Google, Facebook oder Twitter bezahlen würden. Ihre Schätzung liegt für 2013 bei 250 Milliarden Euro. Dem gegenüber stellen sie die Kosten: Die Informationen, die wir diesen Plattformen überlassen und die Kosten der Risiken für unsere Privatsphäre. Diese Kosten beziffern sie mit 80 Milliarden und gelangen so zu einem Überschuss zu Gunsten der Nutzer von 170 Milliarden. Ohne die genauen Grundlagen der Studie zu kennen, können wir davon ausgehen, dass ein grosser Raum für Schätzfehler bleibt. Nichtsdestotrotz: Das Gedankenspiel bietet eine Perspektive, um einige Fragen rund um diese Services zu durchleuchten.

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Diese Woche: Facebook Page-Tags, Twitter auf dem Second Screen, LinkedIn vs. Website, MWC in Barcelona

Was diese Woche geschah: Facebook führt Page-Tags ein, LinkedIn lässt alle bloggen, das Marketing muss auf den Second Screen und die Bilder zum Mobile World Congress in Barcelona.

Der Second Screen ist Realität

84% der Tablet- und Smartphone-Besitzer in den USA benutzen ihre Geräte während dem Fernsehschauen – der Second Screen wird gemäss Nielsen zur nicht mehr übersehbaren Realität. Täglich diskutieren rund eine Million US-Amerikaner ihre Fernseh-Erlebnisse via Twitter. Twitter hat in einem Blogbeitrag ausserdem darauf hingewiesen, dass 3 von 5 mobilen Twitter-Nutzer in Grossbritannien den Dienst vor dem Fernseher nutzen. Insbesondere Twitter selbst weist auch darauf hin, dass Twitter-Follower die wahrscheinlicheren Käufer und loyaleren Kunden sind. Es verdichten sich also die Hinweise, dass Marketers den Second Screen vermehrt beachten müssen – zum Beispiel mit der Frage, wie können Kampagnen in «traditionellen» Kanälen via Twitter verlängert werden.

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Mobile World Congress: Mark Zuckerberg staunt, wie gross Kronprinz Felipe tatsächlich ist. Priscilla Chan und Prinzessin Letizia haben Spass.

Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan treffen den spanischen Kronprinzen Felipe und Prinzessin Letizia am Mobile World Congress in Barcelona (Keystone)

Bild: Keystone

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Gute Texte: 6 Tipps, die du nachts um drei schlaftrunken aufzählen können musst.

Du willst bloggen? Ins Internet schreiben? Privat oder für dein Unternehmen? Super. Das unterstütze ich und freue mich, von dir zu lesen. So lange du dich an diese 6 Regeln hältst, werde ich auch deinen zweiten Blogpost lesen.

1. Das Wichtigste zuerst

Gib mir, was ich will. Am Anfang. Du schreibst einen Blogbeitrag, keine Novelle, keinen Roman. Du brauchst mich nicht auf den grossen Spannungsbogen mitzunehmen. Sag, was du zu sagen hast. Wenn das vernünftig tönt, dann lese ich gerne weiter. Wenn du dir den grossen Clou für das Ende aufsparst – dein Pech, dann bin ich nicht mehr mit dabei.

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10 Jahre Facebook und warum wir nicht auf Social Media verzichten werden

Facebook ist 10 Jahre alt geworden und Mark Zuckerbergs Plattform polarisiert noch immer. Wir können aber Entwarnung geben: Die Menschheit wird nicht verdummen.

So gewöhnlich wie das Telefon

(Jason Howie bei flickr.com)

Jason Howie bei flickr.com

Dank Social Media veröffentlichen Menschen ohne besondere IT-Kenntnisse Texte, Bilder oder Videos im Web. 2008 mussten wir noch orakeln, heute wissen wir es: Wir tun das gerne. Eine bemerkenswerte Zahl von uns publiziert gerne ein Foto aus den Ferien. Und viele unserer Freunde und Verwandten sehen sich das gerne an. Für mich steht fest: Wir werden diese Art der Kommunikation nicht aufgeben wollen. Es ist einfach, bequem, überall verfügbar und kostenlos. Social Media werden oder sind vielleicht schon so normal wie ein Telefongespräch. Ein Kommunikationsmittel eben.

Es geht nicht weg

Teenies verlassen angeblich Facebook, die Twitter Timeline-Views gehen zurück, Nischen-Netzwerke wie Instagram sind am Boomen, alle unterhalten sich in Whatsapp oder verschicken selbstzerstörende Bildchen via Snapchat. Gerade in den Medien wird gerne eines dieser Häppchen aufgegriffen, um Headlines à la «Wird Facebook zum Altersheim» zu texten. Das ist langweilig. Die Branche ist 10 bis 15 Jahre alt. Natürlich verändert sich das Nutzerverhalten ständig, natürlich kommen neue Angebote dazu und versuchen, sich auf Kosten der Etablierten breit zu machen. Kein Grund zu Grabesreden: Es wächst und wird nicht mehr weggehen. Egal, welches Logo drübersteht. » mehr

Social Media und die Mär der kostenlosen Unternehmenskommunikation

Social Media-Kommunikation ist nicht gratis. Dass gute Inhalte Geld kosten, ist inzwischen akzeptiert. Nun will Facebook aber auch noch, dass wir Geld für Reichweite ausgeben – und es wird wohl besser sein, wenn wir uns daran gewöhnen.

Facebook und die Mär der kostenlosen Social Media-Kommunikation (Illustration)Facebook hat im Dezember den sogenannten Newsfeed Algorithmus geändert. Und dabei offenbar die organische Reichweite der Kommunikation von Unternehmen eingeschränkt. Daraufhin ging ein Raunen oder fast schon ein empörter Aufschrei durch das Web – der zeigte, dass noch einige Missverständnisse existieren, wenn es um Kommunikation in sozialen Netzwerken geht.

Der Facebook Newsfeed Algorithmus (früher häufig als Edge Rank bezeichnet) bestimmt, was ein Facebook-Nutzer zu sehen kriegt, wenn er sich einloggt. Facebook sagt, dass dabei jedes Mal rund 1500 Mitteilungen auf den Nutzer warten – und das seien zuviel. Also trifft der Algorithmus eine Vorauswahl. » mehr