Meinungen und Standpunkte sind das Salz der publizistischen Suppe. PR-Fachleute tun sich in der Unternehmenskommunikation aber häufig schwer damit. Eine vergebene Chance und viel Langeweile.
Mit einem Corporate Blog wird ein Unternehmen zu einem Medienhaus, und muss sich überlegen, wie es die gewünschte Aufmerksamkeit erzielt. Die «Breaking News», die Primeurs, überlässt man am besten den Organisationen, die sich mit 24 Stunden-Redaktionen und einem Korrespondenten vor Ort darum kümmern. Vermutlich lohnt es sich als Unternehmen nicht, mithalten zu wollen; erstens weil die anderen schneller sind, und zweitens weil diese Art von News zu Commodities wird, die an jeder Ecke feilgeboten werden – wenig Gelegenheit, sich zu profilieren.
Eine Meinung zu haben lohnt sich
Daneben bleibt aber ein weites Feld von Möglichkeiten, um Relevanz für mein Publikum herzustellen. Der ganze Bereich der meinungsäussernden Darstellungsformen im Journalismus gehört dazu – etwa der Leitartikel, der Kommentar, die Kritik, die Glosse oder die Kolumne. Diese Textsorten stellen die Meinung des Schreibenden in den Mittelpunkt, basierend auf Fakten und Wissen, aber aus subjektiver Sicht des Einzelnen.
Meinungen informieren über Standpunkte, geben Bewertungen ab und teilen mit, was die Einstellung des Schreibenden ist. Im Dialog nutzen wir die Meinung des Gegenübers, um den eigenen Standpunkt zu überprüfen, weiter zu entwickeln und allenfalls Dinge neu oder anders zu beurteilen. Eine Meinung, basierend auf Wissen und Erfahrung, zu äussern, hilft meinem Gegenüber im besten Falle, die Welt ein Stück besser zu verstehen. » mehr


«Influencers» haben durch Social Media-Kanäle einen ganz eigenen Status erhalten: Menschen, die auf Twitter, Facebook oder Google+ ein grosses Publikum haben, einen exzellenten Ruf geniessen, deren Wort (bzw. Tweet) etwas zählt und die damit zum Erfolg eines neuen Produkts oder eines Startups beitragen können. Das Problem: Wie finde ich als Marketing- oder Kommunikationsverantwortlicher diese Menschen und Organisationen? Wie es
Die Erklärung dazu liegt auf der Hand: Social Media sind Netzwerke und Netzwerke bestehen aus Verbindungen zu uns bekannten Menschen. Diese Menschen wollen wir dazu anregen, unsere Botschaften weiterzutragen und über uns zu reden. Wenn wir Inhalte erstellen, tun wir das immer für Leute, die wir schon kennen – in der Hoffnung, dass sie uns und unsere Inhalte weiterempfehlen und so noch unbekannte Menschen auf uns aufmerksam werden. Und dann vielleicht irgendwann zu Kunden werden.
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