Mobile Website: Nicht nur im E-Commerce Pflichtprogramm

Auch auf Wanderungen ist das Smartphone zwecks Informationsbeschaffung bei vielen Leuten im Rucksack dabei. Dass noch nicht alle Ausflugsregionen mit dieser Entwicklung Schritt halten, musste ich während meinen Sommerferien feststellen.

wandernDie  Nutzung von mobilen Geräten ist längst im Alltag angekommen und drückt sich überall in messbaren Grössen aus. Im neusten E-Commerce Report Schweiz berichten die Betreiber der grössten Schweizer Onlineshops unisono über stark steigende Anteile der Umsätze über Mobilgeräte. Dass es hierbei um einen einschneidenden Wandel geht, zeigt die Tatsache, dass die Verkäufe klassischer Desktop-PCs seit einigen Jahren stark rückläufig sind. Im ersten Quartal 2013 wurden weltweit zum ersten Mal in der Geschichte des IT-Zeitalters mehr Tablets ausgeliefert, als Desktop-PCs oder Notebooks.

Freizeitangebote nicht immer mit zeitgemässem Auftritt

Auch wenn sämtliche Statistiken den Trend klar aufzeigen, sieht es in der Praxis oftmals ganz anders aus. Dass die Disziplin der mobile-optimierten Website immer noch gerne als «nice to have» angesehen wird, zeigt die Realität. Zwar haben zahlreiche Unternehmen, deren Tagesgeschäft massgeblich von der mobilen Nutzung lebt, ihre Websites und Onlineshops längst optimiert. Gleichzeitig gibt es immer noch viele Onlineauftritte, die nicht zeitgemäss sind.

Lenzerheide Screenshot

Kaum lesbare Schrift erschwert das Lesen und das Anklicken von Navigationselementen.

Als Beispiel berichte ich von persönlichen Erfahrungen, die ich in den Sommerferien gemacht habe. Zusammen mit meiner Familie verbrachte ich zwei Wochen im Kanton Graubünden. Als einer der ersten Ausflüge stand die Begehung des Globi-Wanderwegs in der Lenzerheide auf dem Programm. Der Ausflug an sich war ein rundum tolles Erlebnis bei grossartigem Wetter.

Umständliche Suche nach Informationen

Weniger zufriedenstellend war, dass ich mich vor Ort per Smartphone weder über den Wegplan, noch über Parking-Möglichkeiten, zufriedenstellend informieren konnte. Ähnlich verhielt es sich bei Ausflügen in der Surselva (an den Panixersee), sowie beim Tagesausflug ins Urner Maderanertal (Golzernalp). Die drei Beispiele haben eines gemeinsam: Die Informationen an sich waren zwar vorhanden, jedoch nicht innert nützlicher Frist auffindbar. Und, da in der Darstellung für Desktop-Geräte konzipiert, auf meinem Smartphone umständlich zu bedienen.

Diese Beispiele aus dem Bereich Tourismus und Freizeit stehen exemplarisch für ein sich veränderndes Benutzerverhalten. Eine Webpräsenz muss heute zu jedem Zeitpunkt und auf allen potentiellen Endgeräten gut zu bedienen sein.

Vorbildliche Mobile Website von Davos Tourismus

Wie man die Benutzer optimal empfängt, zeigt Davos Tourismus. Nach dem Aufruf auf einem Mobilgerät wird dem Gast eine Auswahl angeboten, wo man sich zwischen einer Mobile Website oder einer App (iOS und Android) entscheiden kann. Weshalb sich Davos in erster Linie für eine Mobile Website entschieden hat, zeigen die umfangreichen Informationen und Prozesse, die es abzubilden gilt.

Davos Tourismus

Die Mobile Website lässt sich gut bedienen

Die Unterschiede von der nicht optimierten Website der Region Surselva zur mobilen Website von Davos sind sofort erkennbar. Das Menü ist übersichtlich aufgebaut und vermittelt in der Bedienung ein App-Feeling. Die Hauptnavigation selbst ist über einer der Menüpunkte zugänglich und arbeitet mit Piktogrammen, die gut lesbar und sofort verständlich sind.

Wo steht mein Unternehmen?

Die Zahlen lügen nicht. Schon sehr bald werden mobile Endgeräte den Grossteil aller Webanfragen ausmachen und die Desktop-PCs kontinuierlich verdrängen.

Falls das in Ihrem Unternehmen nicht bereits auf der Traktandenliste steht, hoffe ich, dass ich Sie dazu ermutigen kann, sich folgende Fragen zu stellen:

 

 

  • Wo steht mein Unternehmen heute bezüglich der mobilen Erreichbarkeit?

  • Wie kommen wir zu einer Mobile Website oder wie können wir die bereits existierende weiter optimieren?

  • Sind alle Informationen auch auf mobilen Geräten sofort auffindbar?

  • Werden Inhalte und Medien (Bilder, Videos, PDFs, usw.) auch für mobile Geräte optimiert angezeigt?

Chefsache Social Media – 10 zwitschernde CEOs

Am Social Media Gipfel vom 5. November erzählen zwei Geschäftsleiter, wieso bei ihnen Social Media auch Chefsache ist. Im Vorfeld präsentieren wir zehn CEOs, die sich beruflich und/oder privat im Social Web bewegen.

Ob ein Unternehmen in Social Media aktiv sein soll, legt die Geschäftsleitung fest. Für diesen Entscheidungsprozess und die späteren Zielsetzungen ist es hilfreich, wenn sich das Management auch persönlich mit den Plattformen beschäftigt.

Neben dem besseren Verständnis für die Materie können aktive CEOs als Multiplikatoren für unternehmensrelevante Inhalte dienen und zusätzlich dem Brand ein Gesicht geben. Wie das in der Praxis funktioniert, erklären zwei Geschäftsleiter am nächsten Social Media Gipfel vom 5. November. Das genaue Programm wird in den nächsten Wochen bekanntgegeben. Als ersten Appetitanreger haben wir eine Liste mit 10 twitternden CEOs von internationalen und CH-Unternehmen zusammengestellt. » mehr

WordCamp Europe: Sofia im WordPress-Fieber

Am vergangenen Wochenende besuchten wir das jährlich stattfindende WordCamp Europe in Sofia, Bulgarien. Rund 950 Gäste tauschten sich zu den Themen Projektmanagement, Kommunikation und Zukunft von WordPress aus – ein abwechslungsreiches Programm für Techniker und Marketingfachleute.

ByoDlBXCYAExxPIPünktlich um 09:30 Uhr begann am Samstag der erste Talk «Beyond the code» von Noel Tock. Wie der Titel bereits vermuten lässt, ging es um den Menschen hinter dem Code – den Entwickler. Noel stellte fest, dass er bei der täglichen Arbeitsflut weniger Zeit für Innovationen und eigene Ideen hat, weniger Zeit um sich persönlich weiterzuentwicklen und neue Dinge zu lernen. Er hat uns einige Tipps gegeben, wie er versucht, Zeit für Kreativität zu schaffen: Effiziente Tools nutzen und ein kleines Set an interessanten Blogs lesen. Mit RescueTime zeichnet er sogar auf, wie viel Zeit er in welchen Programmen und auf welchen Webseiten verbringt. Kurz gesagt: Es ist essentiell, neugierig zu bleiben und die eigenen Arbeitsprozesse zu hinterfragen. » mehr

WordCamp Europe 2014: Blogwerk ist dabei

Am WordCamp Europe treffen sich Agenturen und Entwickler regelmässig zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. Blogwerk ist in Sofia dabei und berichtet über die spannendsten Trends und Best Practice rund um das Content Management System. 

Wordcamp Europe 2014Das populäre Open-Source CMS WordPress erfreut sich einer stetig wachsenden Fangemeinde, insbesondere auch im Unternehmensumfeld. Denn mit dem CMS lassen sich auch umfangreiche Webprojekte realisieren, wie unser Artikel mit zehn Beispielen zeigt. Auch die laufende Weiterentwicklung macht WordPress attraktiv.

Am WordCamp Europe in Sofia informieren sich unsere Entwickler Michael Sebel und Lukas Märki, sowie die Account Manager Michael Mauch und Michael Herb über die neusten Trends.

Renommierte WordPress-Entwickler als Speaker

Unter den Speakern der diesjährigen Austragung tummeln sich zahlreiche erfahrene WordPress-Entwickler, sowie einige der einflussreichsten Personen der WordPress-Community überhaupt. Automattic-Gründer und Mitbegründer von WordPress Matt Mullenweg hat sich ebenso angekündigt, wie sein Kollege Davide Casali (Customer Experience Designer). » mehr

Mobile first bei search.ch – erstes Zwischenfazit

Rund sechs Wochen nach dem Release zieht Projektleiter Walter Schärer im Interview ein erstes Zwischenfazit zu den neuen mobilen Auftritten von search.ch. Zudem erklärt er, wieso man sich für Hybrid Apps entschieden hat. 

searchappIm Rahmen unserer Mobile-Schwerpunkt-Serie kommen verschiedene Akteure zu Wort, die sich aus ganz verschiedenen Gründen mit der Thematik beschäftigen. Den Auftakt macht ein Interview mit Walter Schärer, der die Umsetzung der neuen Mobile Apps von search.ch verantwortet. 

Walter Schärer, der Launch der search.ch-App wurde von kritischen Nutzerstimmen begleitet. Wie fällt dein erstes Zwischenfazit aus?

Tatsächlich sind uns trotz über einmonatiger Testphase einige Fehler in den Apps nicht aufgefallen, respektive kamen erst im Live-Einsatz zum Vorschein. Entsprechend wurden wir in den beiden Tagen nach dem Launch von den Nutzern in den App-Stores in teilweise rustikalem Ton darauf hingewiesen. Hauptsächlich wurde die langsamere Ladezeit moniert, Abstürze, ein Fehler beim Regenradar und eine fehlerhafte Standortbestimmung im Telefonbuch. Dank den flexiblen Web-Views konnten wir die Fehler aber innert weniger Tage beheben, so dass die Anzahl Kommentare sehr schnell abflachte. Und was man sich auch immer vor Augen halten muss: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Bei einer Nutzerbasis von monatlich über 1.6 Mio. Unique Mobile Clients wird es immer einige geben, denen die Umstellung nicht gefällt. » mehr